Über mich

Mein Name ist Lena und ich bin 25 Jahre alt. Vor einigen Jahren wurden bei mir psychische Erkrankungen diagnostiziert, die sich allerdings (im Nachhinein gesehen) schon viele Jahre zu vor angeschlichen haben.

Ohne von diesen Diagnosen zu wissen habe ich mich durch meine schulische Laufbahn, mein Studium und meinen Alltag gekämpft. Oft dachte ich, ich sei anders, als alle anderen Menschen auf dieser Welt. Ich habe nur mich und meine Probleme gesehen. Dann spielte ich meine Verhaltensweisen und Stimmungen herunter und suchte jedes Mal einen anderen Sündenbock „es ist einfach kein guter Tag“, „das Wetter spielt mit rein“ oder „man kann doch nicht jeden Tag glücklich sein“.

Doch irgendwann merkt ich, dass ich es alleine nicht mehr schaffe und suchte mir Hilfe bei einem Therapeuten. Irgendwann war für mich ein Klinikaufenthalt in einer psychiatrischen Klinik die einzige Lösung, ich wusste nicht mehr weiter, war verzweifelt und völlig am Boden. Ich habe einen Platz bekommen und für insgesamt 18 Wochen erst eine stationäre und anschließend eine Tagesklinik besucht. Auf diese Aufenthalte gehe ich in meinen Blogs noch genauer ein. Die nächsten Jahre war es ein Wechsel zwischen Klinikaufenthalten, therapeutischen Gesprächen und dem Abschluss meines Studiums. Es war ein Auf und Ab, ich habe viel über meine Diagnosen und mich gelernt und je älter ich wurde, umso besser kam ich damit zurecht. Eines wusste ich jedoch schon zu Beginn: Ein Klinikaufenthalt heilt einen nicht und psychische Krankheiten verschwinden auch nicht einfach so. Meist bleiben sie ein Leben lang, verringern sich jedoch so stark, dass sie einen nicht mehr einschränken. Und genau das war mein Ziel.

Noch heute arbeite ich daran und erinnere mich Tag für Tag daran, dass mein Körper und vor allem meine Seele meine Freunde sind und nicht meine Feinde.